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Debakel gegen Döbeln

Chancenlos waren die Floorball Tigers am Samstag im Auswärtsspiel gegen den UHC Döbeln. Zu keinem Zeitpunkt konnte den Döbelner Paroli geboten werden.

Bereits nach dem ersten Drittel lag man mit 12:0 aussichtslos zurück und das einzige Ziel war Schadensbegrenzung. Doch die Spieler des UHC waren an diesem Tag in absoluter Spiellaune und wollten die Niederlage in ihrem letzten Spiel vergessen machen. Die Magdeburger waren da der genau richtige Gegner zum richtigen Zeitpunkt. Stark ersatzgeschwächt reisten die Magdeburger zum Spiel und so konnten die Döbelner mit drei Angriffsreihen jederzeit das Spielgeschehen bestimmen. Zudem kam, dass die Döbelner an diesem Tag absolut effektiv agierten.
Nach dem zweiten Drittel stand es bereits 23:1. Den Ehrentreffer für die Magdeburger erzielte Abraham Lara.

Im letzten Drittel ließ die Torfabrik Döbeln dann etwas nach und erzielte "nur" noch acht Tore und somit stand mit 31:1 die höchste Niederlage in der Vereinsgeschichte zu Buche.

Cheftrainer Gipser war nach dem Spiel sichtlich fassungslos:"Wir wurden hier vorgeführt. Die Döbelner waren in allen Belangen besser. Dennoch muss man meiner Mannschaft zugestehen, dass sie stets versucht hat dagegenzuhalten und nicht aufgegeben hat. Wir wurden einfach überrannt."

Auch Mannschaftskapitän Samtleben war enttäuscht vom Spiel:"Natürlich ist man nach so einem Spiel restlos bedient. Das macht niemandem Spaß, aber da müssen wir durch. Die Niederlage war eingeplant, alles andere wäre eine unglaubliche Sensation gewesen, aber so wollten wir natürlich nicht untergehen. Die Punkte im Abstiegskampf müssen wir gegen die direkten Konkurrenten holen."

Die Magdeburger haben nun eine längere Spielpause und am kommenden Wochenende steht das Trainingslager an.

Schwere Auswärtsaufgabe in Döbeln

Nach zuletzt zwei Niederlagen gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf, brennen die Spieler der Floorball Tigers natürlich auf Widergutmachung, aber gegen den UHC Döbeln ist dies wohl die schwerste Aufgabe der Saison.

Die Döbelner sind als Absteiger aus der ersten Bundesliga der absolute Topfavorit auf den Aufstieg und konnten bisher diesen Erwartungen auch gerecht werden. Lediglich eine Niederlage mussten sie bisher einstecken.
Es ist also das oft zitierte Duell "David gegen Goliath". Die Magdeburger sind sich ihrer Rolle bewusst und werden versuchen durch eine taktisch disziplinierte Leistung und absoluten Willen ein spannendes Spiel zu liefern.

Trainer Marco Gipser vor dem Spiel:"Das Spiel wird für uns im Prinzip recht einfach. Wir sind klarer Außenseiter und Döbeln ist nach der Niederlage im letzten Spiel in der Bringpflicht. Sie wollen vor heimischer Kulisse den Aufsteiger natürlich dominieren und sicher schlagen. Sollte es uns gelingen mit unserem taktischen Konzept lange dagegen zu halten, dann werden sie vielleicht etwas nervös und das wäre dann unsere Chance."

Auch Mannschaftskapitän Christian Samtleben weiß genau, was er am Samstag von seinen Teamkameraden erwartet:"Wir müssen am Samstag geschlossen auftreten und jeder einzelne Spieler muss seine beste Leistung zeigen. Wir können in diesem Spiel nichts verlieren und wenn jeder für jeden läuft und kämpft, dann ist vielleicht eine Überraschung möglich."

Anpfiff zu diesem Spiel  in der Stadtsporthalle Döbeln ist am Samstag um 16:30Uhr.

Misslungenes Wochenende für Tigers

Am Samstag stand in eigener Halle das Duell gegen den ESV Ingolstadt an. Ein gänzlich neuer Gegner für die Magdeburger und ein spielstarker dazu.
Das Spiel gestaltete sich von Beginn an spannend und recht ausgeglichen. Beide Teams erarbeiteten sich Chancen und in der 7. Spielminute nutzte Mannschaftskapitän Christian Samtleben eine Vorlage von Eric Geue zum 1:0. Diese Führung sollte bis zur 10. Spielminute bestehen bleiben, aber dann folgte ein Sekundenschlaf der Magdeburger. Innerhalb von 8 (!) Sekunden kassierte man zwei Gegentreffer und lag somit 1:2 zurück. Danach gestaltete sich das Spiel weiter ausgeglichen und spannend, wobei die Hausherren viele gute Chancen liegen ließen. Somit ging es mit dem Minimalrückstand von einem Tor in die Pause.

Ab dem zweiten Drittel sollte sich das Spiel ändern. Zunehmend wurde das Spiel härter und dem Schiedsrichtergespann gelang es nicht, diese Härte zu unterbinden. Zahlreiche Strafen sollten folgen. Doch zu Beginn konnten die Magdeburger dank Jan Reinhard jubeln, der den Ausgleich erzielte. Danach folgte eine starke Phase der Eisenbahner und vor allem ihres Topscorers. Bis zur 31. Spielminute konnten sie gleich drei Treffer erzielen und zogen auf 2:5 davon. Die Magdeburger stemmten sich kämpferisch gegen die drohende Niederlage und nutzten die erste Überzahl zum dritten Treffer, der wieder durch eine Koproduktion Samtleben, Geue entstand. Dieses Mal war es aber Samtleben der die Vorlage gab und Geue verwandelte eiskalt. Doch wieder nur acht Sekunden nach dem Hoffnungsschimmer konterten die Ingolstädter gnadenlos und erzielten das sechste Tor.

Die letzten Minuten des Drittels waren dann geprägt von vielen Fouls und gleich drei Strafen für die Gäste, die aber nicht mehr genutzt werden konnten.

Erst im letzten Drittel konnte man die Überzahl am Anfang zum Tor nutzen. Sebastian Klemm bediente Samtleben und der erzielte sein zweites Tor im Spiel. Aber die Ingolstädter brauchten wieder nur kurz um die passende Antwort zu finden und stellten den alten Abstand von drei Toren zum 4:7 wieder her. Doch auch die Magdeburger kämpften weiter aufopferungsvoll und so erzielte auch Reinhard sein zweites Tor. In der 44. Spielminute konnte er eine Vorlage von Samtleben zum 5:7 nutzen. Damit war aber erstmal Schluss mit guten Aktionen für die Magdeburger. Weiterhin wurden zahlreiche Chancen vergeben und die Ingolstädter konterten weiter eiskalt. Fünf Tore in Folge konnten sie erzielen und führten somit zwei Minuten vor Schluss mit 5:12 und lagen somit uneinholbar vorne. Das Tor durch Eric Geue 90 Sekunden vor Schluss zum Endstand von 6:12 war nur noch Ergebniskosmetik. Insgesamt fiel das Ergebnis zu hoch gegen die Magdeburger aus, aber aufgrund der schlechten Chancenverwertung muss man die Niederlage als gerechtfertigt hinnehmen.

Gleich am Sonntag ging es früh zum Auswärtsspiel nach Weißenfels um gegen die Zweitvertretung des Serienmeisters anzutreten.

Dieses Spiel bestimmten von Beginn an die Hausherren. Auf Seiten der Magdeburger merkte man deutlich das Spiel vom Vorabend.
Im ersten Drittel hielt man noch sehr gut mit, aber musste trotzdem einen 2:1 Rückstand hinnehmen. Nach einem 2:0 gelangt Christian Samtleben nach Vorarbeit von Sebastian Klemm der Anschluss.

Das zweite Drittel gestaltete sich dann offener. In beiden Hintermannschaften schlichen sich zunehmend Fehler ein und so kam es zu vielen Toren. Zunächst lieferte man sich einen echten Schlagabtausch. Weißenfels erhöhte auf 3:1 und sogleich gelang dank Eric Geue der Anschluss. Wieder ging Weißenfels mit zwei Toren in Führung aber Andre Gasde konnte den Anschluss herstellen, was aber vom UHC wieder umgehend mit dem 5:3 beantwortet wurde. Danach sammelten die Tigers noch einmal all ihre Kräfte und erkämpften sich das Unentschieden. Tore von Danny Bartholome und Benjamin Ehrhardt führten zum 5:5 Ausgleich, doch die Saalestädter ließen sich davon nicht beeindrucken. Noch vor der Drittelpause erhöhten sie auf 7:5.

Im letzten Drittel ging dann nicht mehr viel bei den Magdeburgern. Es fehlten schlicht und ergreifend die Kräfte, um mit den Gastgebern mitzuhalten. Oftmals konnte man nur noch durch Fouls den Gegner stoppen, was zu einigen Strafen gegen die Magdeburger führte. Lediglich Christian Samtleben konnte noch ein Tor erzielen, aber auch die Hausherren netzten noch zwei Mal ein und somit verlor man das zweite Spiel am Wochenende mit 9:6.

Insgesamt war es also ein enttäuschendes Wochenende für die Magdeburger, wobei man dennoch gute Leistungen zeigte. Bei einer besseren Chancenverwertung wäre im ersten Spiel mehr drin gewesen. Im zweiten Spiel fehlten am Ende einfach die Kräfte um gegen technisch starke Hausherren mitzuhalten. Somit ist man vorerst letzter in der Tabelle, aber nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses. Am nächsten Wochenende hat man spielfrei und danach kommt der Tabellenführer aus Döbeln nach Magdeburg, aber die Magdeburger haben ja bereits gezeigt, dass man durchaus für Überraschungen gut ist.

Zwei Spiele am Wochenende

Am Samstag trifft man in eigener Halle auf den ESV Ingolstadt. Die Eisenbahner verfügen über sehr gefährliche Einzelspieler, die die Tigers unbedingt aus dem Spiel nehmen müssen, denn sonst kann es sehr schwer werden.

Dessen ist sich auch Trainer Gipser bewusst: „Dies wird wieder ein komplett anderes Spiel als letzte Woche. Man muss gegen Ingolstadt sehr konzentriert agieren und versuchen die Schlüsselspieler stets zu decken.“

Anstoß für dieses wichtige Heimspiel ist 18:30 Uhr in der Sporthalle des Werner-von-Siemens Gymnasiums in der Stendaler Straße 10.

Gleich am Sonntag muss man dann nach Weißenfels reisen, um dort gegen die Zweitvertretung des deutschen Meisters anzutreten. Die Weißenfelser sind keine gänzlich unbekannte Mannschaft für die Magdeburger, denn schon in früheren Jahren traf man in der Regionalliga aufeinander und lieferte sich dort stets spannende und umkämpfte Partien. Allerdings liegt das letzte Aufeinandertreffen auch schon einige Zeit zurück. Die Weißenfelser konnten bisher noch keinen Sieg verbuchen, aber dennoch darf man sie keinesfalls unterschätzen.

„Wir müssen schon recht früh dort zum Spiel antreten. Durch die späte Abendpartie am Vortag können die Spieler noch nicht komplett regeneriert sein und die Weißenfelser sind sehr gut trainierte und technisch starke Leute. Deswegen wird die Partie am Sonntag sehr schwer für uns und nur eine geschlossene Mannschaftsleistung wo jeder jeden hilft kann reichen, um zu gewinnen.“ So Mannschaftskapitän Christian Samtleben vor dem Spiel.

Bereits um 13 Uhr erfolgt am Sonntag der Anpfiff in der Stadtfeldhalle Weißenfels.

Sollte es den Tigers gelingen beide Spiele zu gewinnen, würde man einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen und man könnte beruhigt in die kommenden Spiele gehen.

Erster Sieg der Floorball Tigers Magdeburg in der zweiten Bundesliga

In den ersten Spielen der noch jungen Bundesligasaison 2010/2011, mussten die Floorball Tigers sich schon im ersten Drittel dem Gegner geschlagen geben. Doch diesmal war die Mannschaft um Trainer Marco Gipser von Beginn an konzentriert auf dem Spielfeld. Nach 20 gespielten Minuten lagen die Magdeburger zwar 0:1 hinten, hatten mit ihrer defensiven Taktik  aber schon die eine oder andere Torchance herausgespielt.

Die Kabinenansprache des Trainers forderte die Spieler auf weiterhin wachsam und diszipliniert zu spielen und die nächsten Chancen zu verwandeln. Leider begann das zweite Drittel ganz anders als geplant. Innerhalb von 6 Spielminuten kassierten die Tigers zwei weitere Tore. Doch die Moral der Mannschaft konnte nicht gebrochen werden. Eric Geue erzielte bereits in der siebten Spielminute des zweiten Drittels das 1:3 und nur zwei Minuten später wurde der von ihm auf Jan Reinhard gespielte Pass vom Gegner selbst zum 2:3 verwandelt. Nun war alles wieder offen, wie auch die Saalebiber einsehen mussten.

Das Spiel wurde zunehmend ruppig und die Schiedsrichterinnen reagierten prompt mit Zwei-Minuten Strafen für beide Teams in der 11. Minuten und in der 13. Spielminute mit einer weiteren zwei Minuten Strafe gegen Eric Schöwe wegen falschen Abstands. Die Nerven lagen blank. Doch wieder konnte Eric Geue der Mannschaft neues Selbstvertrauen geben. Er erzielte in der 15. Spielminute, also noch in Unterzahl auf einen genialen Auswurf des Torhüters Gunnar Sauer den Ausgleich. Als die Magdeburger nur 30 Sekunden später, immer noch in Unterzahl spielend, auf Vorlage von Thomas Lehmann durch Abraham Lara auch noch die Führung erzielte, waren die Gegner entrüstet. Den Floorball Tigers gelang es die 4:3 Führung mit in die Drittelpause zu nehmen.

Nun lag es am Trainer, die Mannschaft richtig eingestellt ins letzte Drittel zu schicken. Die Magdeburger hatten zwar mit einem Punkt geliebäugelt, aber hier war auch ein Sieg drin. Deshalb war eine starke Defensive oberstes Gebot. Führung halten, höchstens noch ein Tor kassieren. Die Saalebiber kamen dadurch recht gut ins Spiel zurück, ließen den Ball über viele Stationen laufen. Erzielten aber erst in der 14. Spielminute des letzten Drittels den Ausgleichstreffer. Nur zwei Minuten später viel,  ein, durch einen Fehlpass der Saalebiber, eingeleitetes Tor durch den Kapitän der Floorball Tigers Christian Samtleben. Der neue Spielstand von 5:4 war von nun an hart umkämpft. Die Saalebiber erhielten wegen überharten Körpereinsatzes eine weitere Zwei-Minuten Strafe und 90 Sekunden vor dem Schlusspfiff ging eine Zwei-Minuten Strafe an Christian Samtleben wegen Bodenspiels. Im Floorball ist bekanntlich innerhalb von 90 Sekunden alles möglich und tatsächlich landete der Ball noch einmal im Netz von Gunnar Sauer. Die Köpfe hingen schnell, doch ein Pfiff der Schiedsrichterinnen, die das Tor nicht gab, erhellte die Gesichter wieder. So hatten die Floorball Tigers an diesem 23. Oktober das Quäntchen Glück, das ihnen zum ersten Sieg in der zweiten Bundesliga verhalf.

Der Trainer Marco Gipser zeigte sich sehr zufrieden: „Es war ein starkes Spiel der Floorball Tigers und ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie ausdauernd ist, diszipliniert spielen und aus einem Rückstand einen Sieg machen kann.“

Am Samstag den 30. Oktober spielen die Floorball Tigers Magdeburg auf heimischem Boden gegen Ingolstadt. Anpfiff ist um 18.30 Uhr.

Für die Tigers spielten: Sauer(G), Samtleben(C)(1 Tore/0 Assists), Geue (2/0), Reinhardt, Ehrhardt, Lehmann (0/1), Bartholome, Klemm, Mietzsch, Schöwe, Martinez (1/0), Hoffmann