Niederlage in Grimma

Leicht ersatzgeschwächt musste man die Reise nach Grimma antreten. Stürmer Eric Geue musste aufgrund von Rückenproblemen passen. Zudem musste man sogar auf Coach Marco Gipser verzichten, da er zeitgleich den Tigers Nachwuchs in Harzgerode betreuen musste. Somit versuchten Mannschaftskapitän Christian Samtleben und „Allround-Notnagel“ Sven Lemme, der ehemalige Goalie der Magdeburger, diese Lücke zu füllen.

Der Start in das Spiel gestaltete sich sehr behäbig. Aus einer sicheren Defensive heraus versuchten die Magdeburger zu Kontern zu kommen, doch dies scheiterte vorerst, da man nicht richtig in die Zweikämpfe kam und den Hausherren zu viele Spielräume bot. Dies nutzten diese sofort aus und kamen nach 90 Sekunden zum ersten Tor.
Dies war dann aber auch der Weckruf für die Magdeburger und man fand den nötigen Ehrgeiz, um in diesem Spiel zu bestehen.
In der Folge waren Großchancen auf beiden Seiten Mangelware. Die Tigers gingen mit eigenem Ballbesitz oft zu fahrlässig um und so kam man selten gefährlich vor das Tor.

Doch in der 15. Spielminute kam man durch eine Freischlagvariante wieder zurück ins Spiel. Sebastian Klemm legte den Ball auf Eric Schöwe ab und dieser hämmerte ihn ins gegnerische Gehäuse.
In der 18. Spielminute fast die gleiche Freischlagposition wieder. Dieses Mal spielte Mannschaftskapitän Christian Samtleben den Ball auf Danny Bartholome und auch sein Schuss fand den Ball ins Tor zur 1:2 Führung. Sogar das 1:3 hätte noch vor Pausenpfiff fallen können, aber ein schön herausgespielter Angriff, den Klemm mit einem fulminanten Schuss abschloss, scheiterte am Pfosten.

So ging man mit der 1:2 Führung in das zweite Drittel.
Dieses verschliefen die Tigers dann komplett. Man verlor den eigenen Spielrhythmus und fand nicht zurück ins Spiel. Bälle, die man sich gut erkämpfte, wurden fahrlässig wieder hergeschenkt und so machte man es den Wikingern recht einfach zum Abschluss zu kommen. Obwohl Goalie Gunnar Sauer noch einige Male gut parieren konnte, musste er drei Mal hinter sich greifen. Selbst zwei Überzahlsituationen im zweiten Drittel konnten die Magdeburger nicht wirklich nutzen und so ging man mit dem 4:2 ins letzte Drittel.

In diesem fanden die Magdeburger endlich wieder zurück ins Spiel. Die Zweikämpfe wurden wieder besser angenommen und man erspielte sich wieder einige Chancen. In der 45. Spielminute erzielte Samtleben dann auch den Anschlusstreffer und ließ die Magdeburger wieder hoffen.
Es folgten Chancen auf beiden Seiten, doch der Ball fand den Weg nicht mehr ins Tor. Auch eine erneute Überzahl fünf Minuten vor Ende des Spiels konnte wieder nicht genutzt werden und auch das Herausnehmen des Torhüters zugunsten eines sechsten Feldspielers brachte keinen Erfolg mehr.

Somit verloren die Floorball Tigers ihr letztes Auswärtsspiel in dieser Saison und verbleiben weiter auf dem vorletzten Tabellenplatz.
„Der Sieg für Grimma geht durchaus in Ordnung. Sie waren im Endeffekt die bessere Mannschaft und wussten unsere Fehler clever zu nutzen. Wir selbst machen uns durch technische Mängel das Leben oft selber schwer und agieren in entscheidenden Situationen noch zu hektisch.“ so Samtleben nach dem Spiel.

Nun folgen für die Magdeburger noch zwei Spiele. Am kommenden Samstag steht das Duell gegen den UHC Döbeln auf dem Programm. Ein Sieg ist reine Utopie aber man möchte sich dennoch deutlich besser verkaufen als im Hinspiel, wo man eine historische Niederlage einstecken musste. Am letzten Spieltag folgt dann ein echtes Finale. Da erwartet man dann auch in eigener Halle die Zweitvertretung des UHC Sparkasse Weißenfels und gegen eben jene gilt es den siebten Tabellenrang zu verteidigen.

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