Heimserie bleibt bestehen

Bereits beim Aufwärmen war den Spielern anzumerken, dass sie die Niederlage vom vergangenen Spieltag vergessen machen wollten. Hochkonzentriert und motiviert bereitete man sich auf das Spiel vor. Auch Cheftrainer Gipser und Mannschaftskapitän Samtleben schworen ihre Mannen vor dem Spiel noch mal eindringlich auf die Bedeutung dieses Spiel ein. Eine Niederlage hätte den Abstand auf Spitzenreiter Rotta weiter anwachsen lassen und eine imposante Heimserie würde reißen.

Dies nahm sich die Mannschaft, die, bis auf Danny Bartholome, exakt die gleiche war wie vor Wochenfrist, auch zu Herzen und so wurde von der ersten Sekunde an konzentriert gespielt. Doch man sah sich einer sehr engagierten, jungen Mannschaft aus Salzwedel gegenüber, die sehr gutes Unihockey zu Beginn boten. Das Spiel war ausgeglichen mit Chancen auf beiden Seiten wobei die Salzwedler Pech bei zwei Pfostenschüssen hatten. Die Reformer konnten ihrerseits die Chancen ebenso wenig nutzen. In der 14. Spielminute waren es dann die Gäste, die das 0:1 erzielen konnten. Von diesem Rückstand nicht geschockt spielten die Reformer weiter nach vorne, aber im ersten Drittel gelang kein Tor mehr.

Dementsprechend rüttelte Gisper die Mannschaft in der Pause wach und forderte sie dazu auf ihr gutes Spiel auch in Tore umzusetzen.

Diese Vorgabe wurde auch mit Beginn des zweiten Drittels schnell umgesetzt. Die Magdeburger übernahmen nun komplett die Kontrolle über das Spiel und die Salzwedler kamen fast nur noch über Distanzschüsse zu Chancen, die für den dieses Mal wieder absolut souveränen Schlussmann Gunnar Sauer kein Problem darstellten.

In der 4. Spielminute gab es dann eine undurchsichtige Torraumszene vor dem Gästegehäuse, welche dann Christoph Karnop zum Ausgleich für die Magdeburger nutzen konnte. Obwohl man in der Folge viele gute Chancen hatte, konnte man wieder das alte Leiden der konsequenten Nutzung von guten Möglichkeiten nicht ablegen. Zu selten ist mein effizient vor dem gegnerischen Gehäuse. Auch eine Überzahlsituation in der Mitte des Drittels konnte nicht zur Führung genutzt werden. Erst eine Minute vor Schluss sah Samtleben seinen Stürmer Reinhard alleine vor dem Tor stehen und bediente ihn mustergültig. Reinhard musste dem Ball nur noch die entscheidende Richtung geben und sorgte so mit einem wunderschönen Tor für die 2:1 Führung.

Mit dieser Führung und in der Gewissheit das Spiel unter Kontrolle zu haben, ging es in das letzte Drittel. In diesem wurde dann auch endlich die Dominanz auf dem Feld auf der Ergebnistafel deutlich. Nach einem Solo aus der eigenen Hälfte schoss Danny Bartholome zum 3:1 in der der 5. Minute ein. Bereits eine Minute später erhöhte Tung Trinh Viet nach hervorragenden Doppelpass mit Thomas Lehmann zum 4:1. Dem aggressiven Pressing konnte die junge Mannschaft aus Salzwedel nicht viel entgegensetzen und sie konnten sich nur noch selten aus der Bedrängnis befreien. In der 11. Spielminute war es wieder Samtleben, der ein klasse Spiel bot, der Jan Reinhard bediente und somit das 5:1 vorbereitete. Nur zwei Minuten später erneut Samtleben, aber dieses Mal auf Benjamin Erhard und der sorgte für das 6:1. Den Schlusspunkt in diesem Spiel setzte dann erneut Reinhard, der dieses Mal eine Vorlage von Erhard zum Endstand von 7:1 verwerten konnte. Mit dieser Führung im Rücken durfte dann auch Nachwuchstorhüter Thorben Harten die letzten zwei Minuten Regionalligaluft schnuppern, die für ihn aber ohne Ballkontakt ereignislos blieben.

Nach dem Spiel zeigte sich Gipser hochzufrieden mit dem Spiel: „Die Vorgaben wurden heute vom Team klasse umgesetzt und dementsprechend deutlich ist das Ergebnis. Sicherlich hatten wir bei zwei, drei Pfostenschüssen von Salzwedel etwas Glück, aber das hätte auch nichts am Ausgang des Spiels geändert. Dennoch auch ein großes Kompliment. Mit ihrer jungen Mannschaft haben sie wirklich gut gespielt. Das erste Drittel ging ja auch an sie und ich denke das wir heute ein gutes Spiel von zwei guten Mannschaften gesehen haben.“

Auch Mannschaftskapitän Samtleben, der gleich drei Tore vorbereitete und nahezu jeden Zweikampf gewann, war heute sichtlich zufrieden: „Die Mannschaft hat heute bewiesen das sie es kann.  Wir hätten zwar wieder einmal mehr Tore schießen müssen, aber wichtig ist auch, dass wir nur ein Tor kassiert haben. Das entspricht unserer Philosophie. Wir spielen aus einer sicheren Defensive heraus und heute hat halt die Defensive schon hinter dem Tor des Gegners begonnen.“

Besonders erfreulich am Spieltag auch die Tatsache, dass Stürmer Jan Reinhard mit gleich drei Toren seine Torflaute der vergangenen zwei Spiele beenden konnte.

Bereits nächste Woche ist die Mannschaft wieder gefordert. Am Sonntag geht es in Wittenberg gegen die Scapegoats aus Quedlinburg und will man gegen sie gewinnen, muss mindestens eine genauso eine konzentrierte Leistung her und die Spieler müssen ihre Leistung bestätigen.

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